new environments of mobility

Mehr P&R Plätze , Öffis gratis

Michael Neumann

Gynäkologe

www.frauenarzt-neumann.at

Wie bist du hierher gekommen?
Mit dem Auto

Bist du oft mit dem Auto unterwegs?
Ich fahre fast immer mit dem Auto, weil ich am Stadtrand in Mauerbach wohne, wo zwei Mal am Tag der Bus hält.

Stehst du viel im Stau?
Nein, weil ich in der glücklichen Situation bin, dass ich mir aussuchen kann, zu welcher Uhrzeit ich fahre, aber zu den Stoßzeiten besteht sicher verkehrsplanerischer Handlungsbedarf.

Ein Blick in die Zukunft, welche Maßnahmen könnten den öffentlichen Verkehr attraktiver machen?
Mir gefällt die Idee einer City Maut wie in London sehr gut und wir brauchen in Wien generell wesentlich mehr P&R Anlagen, sie sind fast immer überfüllt – wäre dort verlässlicher einen Parkplatz zu bekommen, würde ich sicher öfter in Erwägung ziehen, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren. Zusätzlich müssten auch die Ticketpreise gesenkt werden. In Wien sind die Preise meiner Meinung nach zu hoch.
So hätte man sehr rasch einige Probleme im Griff!

Wäre das Fahrrad in der Stadt für dich eine Alternative?
Das Rad ist ein Sportgerät und gehört auf die Donauinsel.
Fahrradfahrer und Motorradfahrer sind in Österreich die besten Organspender.
Das hat unterschiedliche Gründe: viele Radfahrer sind unzureichend ausgestattet und mit schlecht gewarteten Rädern unterwegs sind, die Radwege enden in Wien oft abrupt, das Radwegenetz ist ein Flickwerk und zuletzt fehlt es an gegenseitiger Rücksichtnahme. Ehrlicherweise muss man auch sagen, dass es Straßenabschnitte gibt, wo man das Radfahren aus Sicherheitsgründen einfach verbieten sollte Und last but not least braucht es Alkoholtests.

Was ist dir in einer Verkehrsstation am wichtigsten?
Zug-Anzeigen in Echtzeit, bei längeren Aufenthalten, erwarte ich mir Möglichkeiten mich zu erfrischen, am neuen Münchner Flughafen gibt es beispielsweise Schlafzellen.

Wünscht du dir mehr Personal an den Stationen?
Auf jeden Fall, das ist für mich sehr wichtig, um schnell Informationen zu bekommen.

In Bratislava am Hauptbahnhof gibt es ein sehr schönes Projekt für obdach-und arbeitslose Menschen. Sie arbeiten am Bahnhof als Kofferträger. Sie tragen livrierte Uniformen, damit man sie erkennt und sie sind sehr beliebt. Sie arbeiten in einem fixen Angestelltenverhältnis und diese Initiative ist auch bereits mehrfach ausgezeichnet worden.
Das finde ich eine ausgesprochen gute Idee. Die Menschen wollen in diesen Warte-und Umstiegs-Situationen, Unterstützung haben und es muss eine Sicherheit geben, dass man diese auch an der Station finden wird.

 
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